Omega-3- und Vitamin-D-Mangel: wichtige Nährstoffe für das Gehirn.
Heute leiden 80 % der Weltbevölkerung an einem Mangel an Omega-3, insbesondere an DHA, einem lebenswichtigen Bestandteil neuronaler Membranen. Die DHA-Aufnahme erfolgt hauptsächlich über fetten Fisch, die Wildfischbestände stagnieren jedoch seit den 1980er Jahren. Zuchtfische, die mit minderwertigem Fischmehl gefüttert werden, enthalten weniger DHA, wodurch es schwierig wird, genügend von diesem essentiellen Omega-3 zu bekommen.
Gleichzeitig ist Vitamin-D-Mangel weit verbreitet. In Frankreich nehmen 95 % der Männer und Frauen Vitamin D-Mengen zu sich, die weit unter den Empfehlungen liegen. Allerdings spielt Vitamin D eine Schlüsselrolle für das geistige Wohlbefinden, insbesondere im Winter, wenn die Sonneneinstrahlung geringer ist.
Auf dem Weg zu einer Nährstoffverordnung bei psychischer Gesundheit
Im Jahr 2022 veröffentlichten internationale Experten der biologischen Psychiatrie Empfehlungen für den Einsatz spezifischer Nährstoffe bei der Behandlung psychischer Störungen. Omega-3-Fettsäuren und insbesondere EPA haben sich als Ergänzung zu Antidepressiva als vorteilhaft erwiesen, insbesondere bei Menschen mit chronischen Entzündungen oder Fettleibigkeit. Probiotika sind auch für ihre Wirkung bei Angstzuständen und Depressionen bekannt, während Methylfolat, eine aktive Form von Vitamin B9, sich im Gegensatz zu normaler Folsäure bei der Behandlung von Depressionen als wirksam erwiesen hat.
Andere Nährstoffe wie Vitamin D, Zink und Kreatin sorgen für konkrete Verbesserungen, insbesondere bei Depressionen, die mit Schlafstörungen oder Müdigkeit einhergehen. Bei Schizophrenie werden Omega-3-Fettsäuren und Methylfolat als Begleitmedikation empfohlen, da sie die angst-depressiven Symptome lindern, ohne Halluzinationen oder negative Symptome zu beeinträchtigen. Bei ADHS bei Kindern erscheinen Vitamin-D- und Zinkpräparate vielversprechend, allerdings bedarf es noch weiterer Forschung.
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