Die Geschichte von Binti Jua: Der Gorilla, der die Welt verblüffte

Benutzte ein Rohr, um andere Gorillas zu vertreiben

Die Zoomitarbeiter verjagten die anderen Gorillas mit einem Gartenschlauch, während Binti Jua den Jungen vorsichtig in der Nähe des Gehegeeingangs ablegte und sich dann schnell zurückzog, sodass ihn die Tierpfleger und Sanitäter sicher bergen konnten.

„Wir untersuchten (den Jungen) und wickelten ihn ein. Ich glaube, wir haben Klebeband verwendet, denn das war alles, was wir hatten“, sagte Bruno.

 

 

Manche glauben, dass dies eine bewusste Entscheidung des Gorillas war, als ob sie verstanden hätte, wie wichtig die Sicherheit des Jungen sei. Der Junge überlebte die Tortur trotz Verletzungen mit einem Handbruch und einigen Prellungen.

Die Geschichte von Binti Juas Heldentaten verbreitete sich wie ein Lauffeuer und wurde schnell zu einem Symbol für Empathie und Mitgefühl. Menschen auf der ganzen Welt staunen über die Bindung zwischen einem Gorilla und einem Menschenkind. Der Zoo reagierte kaum auf den Vorfall.

Monatelang war in den Medien viel über den Gorilla, der zufällig zum Helden wurde, und die Besucher strömten in den Zoo, um sein sanftes, beschützendes Wesen aus erster Hand zu erleben.

Sie wurde vom Zoopersonal mit besonderen Leckereien und Aufmerksamkeit überschüttet, während die Menschen in den Zoo strömten, um einen Blick auf den mitfühlenden Gorilla zu erhaschen, der ein Kind gerettet hatte.

Binti Jua im Jahr 2005 / Getty Images

Newsweek ehrte Binti Jua als „Heldin des Jahres“, während das People-Magazin sie zu den „faszinierendsten Menschen“ zählte – und das, obwohl sie strenggenommen keine Person war.

Aber noch bemerkenswerter ist, dass Binti Juas Aktion nicht nur das Ergebnis eines Zootrainings war – obwohl sie mit der Hand aufgezogen wurde und lernte, wie man Gorillababys pflegt.

Seine Handlungen zeugten von tieferem Mitgefühl und Fürsorge, was Experten wie der Primatologe Frans de Waal als wahren Altruismus gegenüber Tieren bezeichnen.

Ihr Mutterinstinkt war, obwohl er im Zoo geschärft wurde, so natürlich wie der Beschützerinstinkt jeder Mutter und bewies, dass der Wunsch, andere zu hegen, zu beschützen und für sie zu sorgen, über die Artgrenzen hinausgeht.

Die Folgen – was geschah

Der Vorfall hat auch unter Experten Debatten ausgelöst. Einige fragten sich, ob Binti Juas Verhalten das Ergebnis einer sorgfältigen Ausbildung im Zoo war, während andere glaubten, ihr Verhalten spiegele eine angeborene Empathie wider.

 

 

Da Binti nicht von ihrer Mutter (die sie bei der Geburt verstoßen hatte), sondern von Menschen mit der Hand aufgezogen wurde, absolvierte sie eine spezielle Ausbildung zur Pflege von Gorillababys und lernte, ihren eigenen Nachwuchs zur Untersuchung zum Zoopersonal zu bringen.

Gorillas gelten seit langem als furchterregende Tiere, vor allem aufgrund ihres kräftigen Körperbaus – stämmiger Körper, dicke Knochen und lange Arme.

Ihr Ruf der Aggressivität ist jedoch eher ein Produkt der Darstellungen in Hollywood, und Filme wie  „King Kong“  befeuern diesen Mythos. Doch wie Binti Jua bewiesen hat, könnten diese Stereotypen nicht weiter von der Wahrheit entfernt sein.

Ein ähnlicher Vorfall ereignete sich mit einem anderen Gorilla, Jambo, im Jersey Zoo, als er ein Kind beschützte, das in sein Gehege gefallen war. Doch die Debatte darüber, was Tiere zu solch mitfühlendem Handeln motiviert, mindert nicht die Schönheit dieser Handlungen selbst.

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